Freitag, 5. Dezember 2014

Immaterielles Kulturerbe für nachhaltige Entwicklung


Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum der UNESCO-Konvention

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes hat die UNESCO im vergangenen Jahr eine virtuelle Ausstellung erstellt. Sie zeigt, welche Rolle das lebendige Kulturerbe für eine nachhaltige Entwicklung spielt. Monaco und die Türkei haben das Ausstellungsprojekt finanziell unterstützt. Es beruht auf der Überzeugung, dass Kultur ein tragendes Element für nachhaltiges Handeln ist. Kultur als Quelle von Kreativität und Innovation trägt zu geeigneten Lösungen für momentane und zukünftige Herausforderungen bei.


Lebensgrundlagen sichern

© UNESCO / NGO Maavillane
In Estland züchten Bauernfamilien Schafe und verarbeiten ihre Wolle, so wie es den lokalen Traditionen und dem Lauf der Natur entspricht. Diese Lebensweise ist nicht nur ihre Lebensgrundlage, sondern gibt ihnen auch eine gemeinsame Identität: Lokale Handwerkstraditionen werden am Leben gehalten, indem aus der Wolle Strickgarn gesponnen und gefilzte Wollartikel, von Kinderhosen bis Decken, hergestellt werden. Das Schaffett wird in Seifen und Kerzen verarbeitet. Felle dienen als Teppiche oder Bettwäsche. Ihr Wissen und ihre Kenntnisse teilen die Bauernfamilien miteinander und mit weiteren Interessierten aus den Gemeinden. Auch mit anderen estnischen Schafzüchtern kommunizieren sie über die verschiedenen Arten des Handwerks. Diese umfassen zum Beispiel die Kenntnis des Scherens oder das Einfärben der Wolle mit natürlichen Farbstoffen.

http://www.unesco.de/9048.html

LG Sabine

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